Canicross


Canicross (Canus, lat.=Hund) wurde von Tiermedizin-Studenten unter Leitung von Gilles Pernoud 1988 in Frankreich entwickelt. Thema ihrer Arbeit: Die Fitness und Schnelligkeit von Hunden und ihren Menschen unter Beweis stellen.


Canicross ist nicht nur was für die großen

 

Canicross, Dogscooter und Bikejöring gehören zum THS-Bereich (Turnierhundesport). Der Sportler ist mit einem oder zwei Hunden durch eine ca. 2 m lange ruckdämpfende Leine verbunden. Der Hund bekommt ein spezielles Zug-Geschirr, welches vergleichbar mit Schlittenhund Geschirren ist. Der Druckpunkt soll dabei die Lunge und den Bewegungsablauf des Hundes nicht belasten. Idealerweise kennt der Hund Kommandos wie „links“, „rechts“ oder „voran“.

 

Aber wie kommt man auf die Idee einem Manchester Terrier ein Zug-Geschirr anzulegen? Nun hat man einen Terrier mit einem hohen Energielevel. Je nach Bundesland sind die Regelungen bzgl. Leinenpflicht anders. In Niedersachsen zum Beispiel ist vom 01. April bis einschließlich 15. Juli absolute Leinenpflicht. Das heißt auch beim Joggen muss der Hund an die Leine. Die Idee liegt nahe, dass ich mir die Lauffreude meines Hundes zum Vorteil mache. Das kann je nach Fitnessstand ganz unterschiedlich aussehen. Manche haben Freude daran, sich mit dem Hund zu messen, wer ist schneller? Andere Hunde können es kaum erwarten sobald das Geschirr angelegt ist loszurennen, sodass man schon sportlich veranlagt sein muss um die Geschwindigkeit mitlaufen zu können. Es ist schon ein Unterschied, ob man joggen geht und der Hund läuft frei nebenher, oder der Hund ist mit dir verbunden und hilft dir durch ziehen deine Geschwindigkeit zu erhöhen. Der Spaßfaktor ist deutlich höher, wenn der Hund dir hilft.

 

Ist man mit seinem Manchester Terrier nun an einem Punkt, wo der Hund verstanden hat, dass er ziehen darf/soll und hat Spaß daran, kann man sich durchaus an den Scooter oder Bike ran trauen. Ein Hund kann bis zu das 5 fache seines Körpergewichts ziehen. Natürlich hilft man beim Anfahren oder Bergauf etwas mit.

 

Nun soll ein Manchester Terrier, auch wenn er anderer Meinung ist, keine 24 Stunden am Tag belustigt werden. Umso wichtiger ist es, dem Hund tagsüber auch mal Ruhe zu verordnen.

 

Wie kam ich dazu?

Als mein Jungspund mit 12 Monaten so langsam ausgewachsen war und mehr belastet werden konnte, suchte ich neben dem Agility eine alternative Beschäftigung. Zughundesport, und vor allem der Geländelauf hat mich schon immer fasziniert. Daher lag die Idee nahe, dass ich mir seine Energie beim Joggen zum Vorteil mache. Die ersten Male waren nur kurze Einheiten. Hund und Frauchen machen sich warm, Hund erledigt nochmal sein Geschäft und los ging es. Mein älterer Hund Sam war dabei eine große Hilfe, denn er lief unangeleint vorneweg und Sputnik wollte natürlich hinterher. Nach und nach baute ich Kommandos ein. Nichts geschieht mit Zwang, Sputnik liebt es einfach.

13.10.2019 - Tough Race in Essen

20.10.2019 - Strongdog Wild & Dirthy North in Westergellersen